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Winterreifenpflicht 2

October 6, 2025

Die Winterreifenpflicht in Deutschland sorgt immer wieder für Verwirrung – insbesondere, wenn es um Anhänger geht. Brauchen sie eigene Winterreifen? Welche Symbole sind wichtig? Und worauf sollte man achten, wenn der Anhänger auch im Winter unterwegs ist? Hier sind die Antworten.

Symbole und Kennzeichnung

Lange Zeit galten Reifen mit dem M+S-Symbol (Matsch und Schnee) als Winterreifen. Seit 2018 reicht das jedoch nicht mehr aus. Seitdem müssen neue Winterreifen mit dem 3PMSF-Symbol (Three Peak Mountain Snowflake) gekennzeichnet sein – erkennbar am stilisierten Berg mit Schneeflocke.
Auch für Allwetterreifen gilt eine Neuerung: Ab dem 1. Oktober 2024 dürfen sie nur noch dann als wintertauglich verkauft werden, wenn sie ebenfalls das 3PMSF-Symbol tragen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Reifen tatsächlich für Schnee und Eis geeignet sind.

 

Gilt die Pflicht auch für Anhänger?

In Deutschland gilt die situative Winterreifenpflicht. Sie bezieht sich jedoch ausschließlich auf angetriebene Räder von Kraftfahrzeugen. Pkw-Anhänger und Wohnwagen bzw. Caravans sind davon ausgenommen. Für sie gilt die Pflicht nicht. Sie müssen also nicht zwingend mit Winter- oder Allwetterreifen ausgestattet sein – unabhängig von den Witterungsbedingungen.

"Für Pkw-Anhänger und Caravan gilt die situative Winterreifenpflicht in Deutschland nicht."


Das bedeutet allerdings nicht, dass Winterreifen für Anhänger vollkommen überflüssig wären. Wer mit einem gebremsten Anhänger unterwegs ist, insbesondere in schneereichen oder bergigen Regionen, kann von der zusätzlichen Sicherheit profitieren, die Winterreifen bieten.

Praxis-Tipps für Gespannfahrer

In den meisten Fällen reicht in den meisten Fällen eine normale Bereifung aus. Pkw-Anhänger und Caravans laufen bei vernünftiger Fahrweise auch im Winter problemlos hinter dem Zugfahrzeug her, auch bei winterlichen Straßenverhältnissen.

Als empfehlenswerter Kompromiss können sich für Anhänger außerdem Allwetterreifen eignen. Sie bieten ausreichende Sicherheit bei den meisten Wetterlagen und sind für den ganzjährigen Einsatz ausgelegt.

Zu beachten ist, dass die kritische Geschwindigkeit in jedem Fall deutlich abnimmt. Bei rutschiger Fahrbahn ist es daher umso wichtiger, dass Beladung, Fahrstil und natürlich auch die Profiltiefe der Anhängerreifen an die Wetterverhältnisse angepasst ist. 

Mindestprofiltiefe und Qualität

Wie bei Pkw gilt auch für Anhänger eine gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Wer im Winter unterwegs ist, sollte jedoch besser 3 bis 4 Millimeter einplanen. Auch die Qualität der Reifen spielt eine Rolle. Hochwertige Modelle sind zwar teurer, bieten aber bessere Eigenschaften wie Nasshaftung oder geringeren Rollwiderstand – ein Faktor, der in kritischen Fahrsituationen entscheidend sein kann. 

Fazit

Anhänger und Caravans sind von der gesetzlichen Winterreifenpflicht in Deutschland befreit. Trotzdem lohnt es sich, die Bereifung sorgfältig auszuwählen. Für viele Fahrer stellen Allwetterreifen eine gute Lösung dar.

Wer auf Qualität und ausreichendes Profil achtet, vermeidet nicht nur Bußgelder, sondern sorgt auch dafür, dass der Anhänger im Winter zuverlässig und sicher unterwegs ist.